In jedem Herbst gilt wieder die Marotte, dass jedermann ein Herbstgedicht sich bau. Der Zuckmayer erwähnte schon im Spotte "der reinen Wolken unverhofftes Blau".
Auch dass die Blätter, die vom Baume fallen, die Farben wechseln, gilt es zu erwähnen, dass Sturm und Regen auf uns niederprallen und sich die Menschen nach dem Frühling sehnen.
Naturgedichte sind so alte Hüte und dennoch - jedes Jahr zur selben Zeit - erleben sie in Reimform ihre Blüte.
Ich bin dieses Naturgesülzes müde und werd in dieser Angelegenheit nun - ebenfalls in Reimform - einmal rüde!
Zitat "der reinen Wolken unverhofftes Blau" in der ersten Strophe aus Carl Zuckmayer: Der Hauptmann von Köpenick. III. Akt, 16. Szene, der damit seinerseits aus dem Gedicht "Komm in den totgesagten Park" von Stefan George zitierte.
Ich stimme dir zwar nicht so ganz zu, da ich Naturgedichte mag (außer, sie sind extrem langweilig, aber das kann auch bei anderen Gedichten passieren)... toll geschrieben finde ich dein Gedicht trotzdem
Dankeschön. Ich mag gut geschriebene Naturgedichte sehr gern - habe auch selbst schon so etwas geschrieben. Aber wenn man in Literaturforen unterwegs ist... April - Frühlingsgedichte, Sommer - Strandimpressionen, Oktober - fallende Blätter, Dezember - überall Weihnachten. Nun ja, es ist zuweilen sehr ermüdend (und schwer, da noch die Geduld zu bewahren, die Rosinen herauszupicken )